Tschechen haben autonome Technologie für das Mähen von Gras in Solarkraftwerken entwickelt

16. 10. 2025

Autonome Lösungen

Die Betreiber der Parks, die in ganz Europa und insbesondere in Deutschland in großem Stil gebaut werden, haben bald entdeckt, dass es nicht ausreicht, einfach nur Kraftwerke zu bauen, sondern dass auch eine regelmäßige Wartung erforderlich ist, um ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten. Mit dem Betrieb von Solarkraftwerken sind eine Reihe von Problemen verbunden. Zu den größten gehören der regelmäßige Rasenschnitt, die Reinigung der Paneele und die Überprüfung der Kabelverbindungen.

Gras und Schmutz auf den Paneelen vermindern ihre Leistung und können zu irreversiblem “Erblinden” und der Notwendigkeit eines kompletten Austauschs führen. Außerdem erstrecken sich die Kraftwerke über riesige Flächen in der Größe von Dutzenden von Fußballfeldern, so dass ihre Verwaltung durch menschliche Arbeitskräfte recht kompliziert ist.

Die von SMAUT entwickelte autonome Lösung basiert auf einer speziell entwickelten Steuereinheit und Software. Alles ist mit fortschrittlichen Systemen wie dem globalen Navigationssatellitensystem, Trägheitsnavigation, Lidar- und Radartechnologie, Ultraschallsensoren und telemetrischen Sensoren verbunden. Der Mäher selbst wiegt rund 350 Kilogramm und muss in der Lage sein, in schwierigem Gelände mit hohem Gras und zahlreichen Hindernissen zu navigieren.

Derzeit können autonome Mäher bis zu 70% der Kraftwerksfläche mähen und mehrere Stunden lang unabhängig arbeiten. SMAUT möchte diese beiden Aspekte verbessern. Der erste Schritt ist die Umstellung auf elektrische Mäher, die den gesamten Betrieb weiter vereinfachen und häufiges Auftanken überflüssig machen. Laut Vincenc Šopík, Miteigentümer des Unternehmens und Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung, ist es das Ziel, im nächsten Jahr über völlig autonome Maschinen zu verfügen, die zehn Stunden und in Zukunft bis zu sieben Tage ohne Bediener auskommen und auch in der Lage sind, Gras in Bereichen mit begrenztem Platz zu mähen. Solche Flächen müssen derzeit noch manuell gemäht werden.

 

 

Zusammenarbeit mit der CTU

“Wir arbeiten mit dem Institut für Robotik und Kybernetik der CTU zusammen, um einen Algorithmus zu entwickeln, der unsere Maschinen innerhalb von zwei Jahren praktisch unbeaufsichtigt machen wird. Künstliche Intelligenz wird ihnen beibringen, Hindernisse zu erkennen und sich in komplexen Umgebungen völlig ohne menschliche Aufsicht zu bewegen. Der Bediener wird die Mäher zum Kraftwerk bringen, sie werden wissen, was zu mähen ist, und wenn sie aufgeladen werden müssen, fahren sie selbst zum Ladegerät”.” Vincenc Šopík gibt einen Ausblick auf die Zukunft.

Der Bediener kann mit dem Mäher sowohl über das Internet als auch über eine speziell für diesen Zweck entwickelte Funkverbindung kommunizieren. Je nach Bedarf kann der Mäher auch über Starlink oder normales Wi-Fi kommunizieren. So können die Mäher auch in Gebieten mit unzureichender Telekommunikationsabdeckung eingesetzt werden. Alles, was Sie zur Steuerung benötigen, ist ein Mobiltelefon mit einer speziellen App.

Ein großes Problem bei autonomen Mähern ist nicht nur die physische Sicherheit, sondern auch die Cybersicherheit. In diesem Zusammenhang hat SMAUT begonnen, die Splunk-Lösung von Cisco einzusetzen, die alle Daten überwacht und den autonomen Betrieb der Maschinen im Falle einer Anomalie unterbricht.

Die Verwendung aller oben genannten Technologien ermöglicht den Einsatz der Maschinen an Orten wie Flughäfen und Umspannwerken. Die Österreichischen Bundesbahnen zum Beispiel verwenden Mäher mit SMAUT-Technologie zum Mähen von Gras in Umspannwerken.

Anspruchsvolle Entwicklung

Hinter der Entwicklung der autonomen Technologie steht ein Team von sechzehn Entwicklern, eine Investition von mehreren zehn Millionen Kronen und etwa fünf Jahre Arbeit.

“Wir begannen unser Geschäft mit dem Bau großer Solarparks, von denen wir etwa hundert errichtet haben. Jetzt konzentrieren wir uns auch auf deren Verwaltung. Wir sind auch unsere eigenen Kunden und testen die Technologie selbst unter realen Bedingungen”, erklärt Vincenc Šopík.

Ihre Ambitionen gehen jedoch weit über das Rasenmähen hinaus. Laut Šopík sollen die Roboter bald damit beginnen, Schalttafeln zu reinigen und die Verkabelung in Kraftwerken zu überprüfen. Die gesamte Technologie wird auch in anderen Bereichen wie der Landwirtschaft und der Industrie Anwendung finden.

“Wir bereiten mehrere Projekte mit Herstellern von verschiedenen Spezialmaschinen vor, derzeit zum Beispiel mit Herstellern von Maschinen zur Reinigung von Biertanks. Das Potenzial der gesamten Technologie ist enorm, denn menschliche Arbeit ist teuer und vielerorts auch gefährlich, und genau da wollen wir mit unserer Technologie ansetzen. Außerdem gibt es im Moment praktisch keine Konkurrenz für unsere Lösung”, schließt Šopík.

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